Der Sommer

 

Ende Juni wird in Lentillères immer das Ende des Schuljahres mit einem Fest gefeiert. Meistens beginnt damit auch die sommerliche, wohltuende Wärme. Juli und August sind in Frankreich die Hauptferienzeiten. Endlich ist die Zeit gekommen, sich immerwährende Träume zu erfüllen: Unter dem blauen Himmel und in der heißen Sonne fühlt der Körper sich wohl.

Am Schwimmbad liegen, ins frische nass springen, ist etwas wunderbares. Ein Mittagsschlaf unter dem kühlen Dach, dem Schwimmbad vorgelagert, ist überaus erholsam. Ab 10, halb 11 Uhr morgens, wenn es anfängt richtig heiß zu werden, beginnen die Zikaden das für sie typische Geräusch und übertönen damit die Grillen im Gras. Dafür sind diese dann, wenn die Zikaden gegen späten Nachmittag zu Ruhe gekommen sind, mit ihrem rhythmischen zirpen bis spät in die Nacht zu hören.

 

  

Dann ist es wirklich Sommer. Unser üppiger Gemüsegarten versorgt uns mit Tomaten, Zucchini, Paprika, Gurken, Kürbissen, Salat, Bohnen und Kräuter aller Art. Da ist ein leckerer Salat zum Mittagessen schnell zusammengestellt.

 

Abends gibt es häufig eine aufwendigere Mahlzeit. Grillen, ein gutes Glas Ardèche-Wein, ein gemütliches Beisammensein bei Kerzenschein, das lässt einen wunderschönen Sommertag herrlich ausklingen.

  

Wenn es ganz heiß ist, ist es schön, vor dem Schlafengehen noch einmal in den Pool zu springen, danach kann man wunderbar schlafen. Da wir auf 600 m Höhe wohnen, kühlt es sich in der 2. Hälfte der Nacht angenehm ab. Auch der Bach unten im Tal, welcher durch einen hübschen Pfad leicht zu Fuß zu erreichen ist, ist ein wunderbarer Ort zum Ausspannen und erholen. Oder einfach nur, um sich auf einen warme Felsen zu setzen und dem gut gelaunten Gluckern des herabfließenden Wassers zu lauschen: da kann man alle Sorgen vergessen. Der Bach führt auch im Hochsommer so viel Wasser, dass es an manchen Stellen für ein paar Schwimmzüge reicht. Es gibt sogar einen kleinen Wasserfall dessen Rauschen bis oben zu uns zu hören ist.

Die trockenen Wiesen verströmen einen Geruch von Thymian, Pfefferminze und wildem Majoran. Die Pferde verbringen den Tag im Schutz vor Fliegen und Bremsen in einem abgedunkelten Unterstand. Dafür erwarten sie gegen Abend mit Ungeduld den Moment, wo wir sie auf die Wiesen lassen. Natürlich braucht auch der Garten seine Zuwendung. Dank eines großen Wasserreservoirs welches wir vor einigen Jahren gebaut haben, können wir uns den Luxus erlauben einen grünen Rasen auch im Hochsommer zu erhalten. Blühende Büsche, Rosen, Oleander, Spirees und Clematis, geben dem Garten in blühender Folge Farbe und Duft.